Fischmarkt

  


Fischpüddelchen
Grashaus
Grashaus
Spitzgässchen
Spitzgässchen

Vom Dom kommend erreicht man über den Domhof oder das Spitzgässchen den Fischmarkt. Hier war schon in römischer Zeit der Schnittpunkt von zwei wichtigen Straßen, der Straße nach Maastricht und der Straße nach Heerlen. Am heutigen Fischmarkt entwickelte sich schon früh das städtische Leben. Das Grashaus, ein Bau aus dem Jahre 1267, war das erste Rathaus der Stadt Aachen. Es diente auch als Gefängnis. Die Gefangenen lagen in Zellen wie dem Düsterloch oder in der Todeszelle, dem Hasenloch, auf Gras. Dies erklärt auch den Namen "Grashaus" den das Haus noch heute trägt.
Wenn auch heute der Fischmarkt nur noch an Samstagen einen mobilen Fischstand aufzuweisen hat, so war doch in der Vergangenheit hier der Platz der Fischhändler. Die Händler praktizierten eine einfache Methode um ihre Fische frisch und lebendig zu erhalten. Sie setzten Körbe mit den Fischen in den vorbeifließenden Paubach und konnten auf diese Weise frische Flussfische an die Hausfrau bringen.
Noch nach dem 2. Weltkrieg gab es hier Fischhändler. Das letzte Fischgeschäft war die Firma Lahaye an der Ecke Schmiedstraße / Annastraße. Heute befindet sich hier ein Blumengeschäft. Der Name Lahaye steht aber noch in goldenen Buchstaben über dem Eingang.

Domhof
Domhof


Schmiedstraße


So berühmt wie beliebt ist das Fischpüddelchen, eine Brunnenfigur, ursprünglich von Hugo Lederer geschaffen und der Stadt gestiftet, im 2.Weltkrieg eingeschmolzen und nach dem Krieg von Heinrich Clemens Dick nach altem Vorbild erneuert.

 

© Helmut Koch

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